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Die Psychiatrie St.Gallen Nord fördert und betreibt Forschung, die in enger Beziehung zur klinischen Tätigkeit steht und ein besseres Verständnis von Krankheiten und Behandlungen ermöglicht. Mitarbeitende aus Medizin, Psychologie und anderen Berufsgruppen haben die Möglichkeit, Forschungsthemen zu bearbeiten, z.B. um eine Masterarbeit oder Dissertation zu schreiben oder aufgrund eigener intrinsischer Motivation zur weiteren wissenschaftlichen Qualifikation.
Forschungsinteressierten Mitarbeitenden ermöglichen wir sowohl eigene Forschungsprojekte zu initiieren als auch an Projekten ausserhalb der Institution teilzunehmen. Wir bieten Mitarbeitenden wie auch externen Studierenden die Möglichkeit, wissenschaftliche Arbeiten aller Stufen (CAS, DAS, MAS, BSc/BA, MSc/MA, Dissertationen) zu verfassen. Zudem ist die Psychiatrie St.Gallen Nord Kooperationspartnerin in diversen Forschungsprojekten universitärer und nicht-universitärer Institutionen.
Ziel dieser Forschungsaktivitäten ist, Expertenwissen in der eigenen Institution zu generieren, die Versorgungspraxis zu verbessern, sich mit externen Partnern zu vernetzen und die Ergebnisse zu publizieren.
Die Forschungsthemen betreffen vor allem Themen, die in engem Zusammenhang mit der klinischen Versorgung stehen. Meist werden sie in Kooperation mit externen Partnern – Universitätskliniken oder anderen Kliniken – durchgeführt.
In der im April 2020 veröffentlichten St.Galler Studie geht es um das Belastungserleben und den Unterstützungsbedarf psychisch belasteter Eltern. Wie geht es psychisch belasteten Eltern? Wie geht es ihren Kindern? Welche Unterstützung brauchen psychisch belastete Eltern, um die doppelte Belastung zu bewältigen?
Vertreterinnen und Vertreter der Psychiatrischen Dienste Nord und Süd des Kantons St.Gallen und das Psychiatrische Zentrum Appenzell Ausserrhoden (AR) haben sich im Rahmen einer Projektgruppe zum Thema der psychischen Gesundheit aus der Generationenperspektive über einen längeren Zeitraum ausgetauscht. Schliesslich wurde entschieden, als Basis für gemeinsame Angebotsentwicklungen, zusammen mit den KJPD St.Gallen, 2019 eine eigene Studie durchzuführen. Grund dafür waren die vielen offenen Fragen bezüglich elterlicher Belastung und Ressourcen von psychisch kranken Eltern sowie deren Unterstützungsbedarf.
Die Befragungen wurden an mehreren Stichtagen an verschiedenen Standorten der Psychiatrie St.Gallen Nord, der Psychiatrie-Dienste Süd und der Psychiatrie Appenzell Ausserrhoden zwischen Juni und September 2019 durchgeführt.
Die Ergebnisse der Studie sind die Basis für die Umsetzung von mehreren Angeboten, die im Laufe des Jahres 2020 in Kooperation zwischen der Kinder- und der Erwachsenenpsychiatrie realisiert werden sollen. Diese Pilotangebote sollen für die teilstationären und ambulanten Patientinnen aufgebaut werden und sowohl Beratung als auch Gruppenangebote beinhalten. Die weitere Zusammenarbeit mit Vernetzungspartnern im Kanton St.Gallen und Appenzell soll ausserdem eine weitere Entwicklung alltagsnaher, niederschwelliger Angebote für diese Familien ermöglichen.
Ärztlicher Direktor
Mitglied der Geschäftsleitung
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